Das Ende des Buches? – Artikel unseres Autors Kurt Drawert

„Zu Zeiten der Scholastik galt die Abschrift als
eine Zeremonie der Übereinkunft mit dem heiligen
Text. Das Abzuschreibende erlebte seine
mythische Auferstehung dadurch, dass es von
alten Büchern in neue übertragen wurde. Hat ein
Text diese in grösster Sorgfalt vorgenommene
Übertragung auf ein anderes Papier überlebt, war
er gleichsam auch heilig – und das hiess nicht
mehr hinterfragbar, quasi ein Signifikat ohne Signifikation.
Aus diesem Prozess ist unser über
Jahrhunderte gewachsenes Verhältnis zum Buch
hervorgegangen…“

 

Related Posts

Hinterlasse eine Antwort

Visit Us On FacebookVisit Us On TwitterVisit Us On LinkedinCheck Our FeedVisit Us On Instagram